CASA – Internationale Sprachschule in Bremen, Deutschland

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Für ganz Deutschland gilt: Im vergangenen Jahr sind nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamts mindestens 470.000 Menschen mehr hierher gezogen, als das Land verlassen haben. Und das waren noch einmal mehr als 40.000 Menschen als im Jahr 2013, als dieser Saldo bei 429.000 gelegen hatte. So hoch war er seit 1993 nicht mehr gewesen.

Den größten Zuzug registrierten die Behörden aus Polen: 197.009 Menschen kamen aus dem Nachbarstaat, wogegen nur 125.399 nach Polen fortzogen. Eine Erklärung für diese hohen Zahlen sind die polnischen Saisonarbeiter, die beispielsweise in der Landwirtschaft aushelfen. Danach folgen Rumänien und Italien, das offenbar viele Menschen wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise verlassen. Doch in einige Länder ziehen mehr Menschen aus Deutschland weg als von dort hierher: beispielsweise in die Türkei. Im Jahr 2013 verließen 4666 Türken mehr Deutschland als nach Deutschland zogen. Noch drastischer ist das Bild bei deutschen Staatsangehörigen: Von ihnen verließen 21.857 mehr ihr Land, als in die BRD zurückzogen.

Die meisten Zuwanderer registrierte das Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 240.565 Zuzügen. Beim Wanderungssaldo liegt jedoch Bayern vorn: 83.562 Menschen mehr ließen sich hier nieder als von dort wegzogen. Bringt man wiederum die Zuzüge ins Verhältnis zur Einwohnerzahl, liegt Berlin an der Spitze. Pro 1000 Einwohner wurden dort 24,7 Zuzüge registriert – knapp doppelt so viele wie in NRW.

Die Altersstruktur der Zugezogenen ist durch einen hohen Anteil von Personen jüngeren und mittleren Alters (18 bis unter 40 Jahre) gekennzeichnet: Im Jahr 2013 waren drei Viertel der Zuziehenden unter 40. Auffällig ist auch, dass mehr als 13 Prozent der Zugezogenen noch minderjährig waren. Dagegen war nur ein verschwindend geringer Teil der Zuwanderer über 65 Jahre alt.

Im Bundesland Bremen lag die Anzahl der Zuwanderer in 2014 bei 12.312, insgesamt beträgt der Migrantenanteil ca. 28 %, was deutschlandweit die höchste Quote ist

Als Reaktion auf die Geschehnisse in Frankreich formiert sich in Bremen derzeit ein breites gesellschaftliches Bündnis, das sich für ein weltoffenes Bremen ausgesprochen hat. Unter der Überschrift “Für eine demokratische und weltoffene Gesellschaft – Bremen tut was” formulierten die 50 Repräsentantinnen und Repräsentanten aus führenden Gruppierungen des Bundeslandes einen Aufruf, der zum Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit aufruft, sowie für Integration und eine tolerante Gesellschaft wirbt.

Bei CASA Bremen konnten wir gerade in den letzten Monaten die – steigende – Zahl von Einwanderern, genauso wie einige bundesweite Trends und die Folgen von Weltgeschehnisse ebenfalls sehr stark spüren. Da es unsere Philosophie ist, neben dem Spracherwerb unseren Beitrag zum besseren Verständnis von Menschen und Kulturen zu leisten, unterstützen wir diesen Aufruf, der am Montag, den 26.01.15 um 17 Uhr zu einer Kundgebung für ein buntes und tolerantes Bremen auf dem Bremer Marktplatz wirbt.

Die beigefügte Grafik zeigt eine Übersicht der großen Bandbreite von Nationen in den Intensivkursen, sowie die entsprechende Anzahl der Studenten pro Land.

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